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Kulturtage
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Geschichte

Ausstellungen bei den Kulturtagen

Liebe Besucher_Innen und Interessierte,

selbstverständlich gibt es auch bei den 6. Deuschen Kulturtagen der Gehörlosen die Möglichkeit die unterschiedlichsten Aussteller kennenzulernen und sich vielseitig zu informieren.

Die teilnehmenden Aussteller werden hier bekannt gegeben. Ebenso werden die Künstlerinnen und Künstler für die Kunstausstellung hier vorgestellt.

Ihr Ausstellungs-Team


Wegweiser zu Ausstellern und Stnden

Ausstellungsübersicht in PDF als Download


Friedrich Waldow-Foyer

Kunstausstellung und Fotoausstellung

Stand 13 Sophia Mushold (K 13)
Stand 14 Emin Luis Aksoy (K 14)
Stand 15 Barbara Ringwelski (K 15)
Stand 16 Robert Bisl (K 16)
Stand 17 Fotoausstellung: Dominika Belz, Andreas Nagel, Ben Unger (K 17)
Stand 18 Valentin Walter (K 18)
Stand 19 Dieter Fricke (K 19)
Stand 20 Jürgen Klein (K 20)

 

Gemeinnützige Vereine

Stand 3 Deutscher Gehörlosen-Bund e.V. (DGB) (V 3)
Stand 4 Zentrum für Kultur und visuelle Kommunikation der Gehörlosen in Berlin & Brandenburg e.V.
(ZfK e.V)
(V 4)
Landesverband der Gehörlosen Brandenburg e.V.
Stand 5 Landesverband Bayern der Gehörlosen e.V. (V 5)
Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher/-innen Deutschlands e.V. (BGSD e.V.)
Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge e.V. (DAFEG e.V.)
Bundesvereinigung zur Kultur und Geschichte Gehörloser e.V. (KuGG e.V.)
Deutsche Gehörlosen-Jugend e.V. (DGJ e.V.)
Stand 6 Deutscher Gehörlosen-Sportverband e.V. (DGS e.V.) (V 6)
Stand 7  Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. (V 7) 
Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser e.V. (GGKG e.V.) 
Stand 24 Schnecke gGmbH (V 24)
Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG e.V.)
Stand 27 Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten (V 27)
Stand 36 In Deaf Med. e.V. (V 36)

 

Kommerzielle (Gewerbliche) Aussteller

Stand 8 Berufliche Rehabilitation für Hörgeschädigte Salo & Partner (F 8)
Stand 9 Deutsche Gehörlosenzeitung (DGZ) (F 9)
Stand 10 Laserfreaks17 (Kulturtage-Souvenirs) (F 10)
Stand 11 Universität Hamburg Korpus (F 11)
Stand 12 (F 12)
Stand 21 (F 21)
Stand 22 (F 22)
Stand 25 Skarabee Köln (F 25)
Stand 26 Verlag Wanimas (Schweiz) (F 26)
Stand 28 GebärdenVerstehen Heidelberg (F 28)
Stand 29 Institut für Deutsche Gebärdensprache Hamburg (F 29)
Stand 30 Universität Gebärdensprache Göttingen (F 30)
Stand 31 Humboldt Universität zu Berlin (F 31)
Stand 32 SignGes Kompetenzzentrum für Gebärdensprache und Gestik der RWTH Aachen (F 32)
Stand 33 Telesign Deutschland (Telesign) (F 33)
Stand 34 Tess Relay Dienste (Tess) (F 34)
Stand 35 Helios Klinik Bad Grönenbach & Helios Rehaklinik Bad Berleburg (F 35)

 

Sonstige Stände

Stand 1 Fotobox (I 1)
Stand 2 Kulturtage-Infopoint (I 2)
Stand 23 "Hertha Schulz"-Treffpunkt für Taubblinde (I 23)

 

David Bloch-Raum im Saal

Gemeinnützige Vereine

Stand 51 Gehörlosenfachschule Rendsburg (IBAF) (V 51)
Stand 53 unerhört e.v. (V 53)
Sinneswandel gGmbH
WIB GmbH (Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH)
Stand 54 CineSourds / Clin d’oil aus Reims/Frankreich (F) (V 54)

 

Kommerzielle (Gewerbliche) Aussteller

Stand 37 Telekom Deutschland GmbH (F 37)
Stand 38 (F 38)
Stand 39 deaftravel (F 39)
Stand 40 deaftechnik (F 40)
Stand 41 VerbaVoice GmbH (F 41)
Stand 42 VISUTEC (F 42)
Stand 43 Braun Technische Hilfsmittel (F 43)
Stand 44 Mobily ProCom GmbH (F 44)
Stand 45 Open Mind IT Training (F 45)
Stand 46 SRH Berufliche Rehabilitation Heidelberg (F 46)
Stand 47 BBW Leipzig (Berufsbildungswerk) (F 47)
Stand 48 Qualitätsgemeinschaft der sieben Berufsbildungswerke (F 48)
Stand 49 (F 49)
Stand 50 Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk Husum (TSWB) (F 50)
Stand 52 Institut 4C (F 52)

 

Sonstige Stände

Stand 52 Personenführungsanlage (Verleih der Headsets) (I 52)

 


Teilnehmende Knstlerinnen und Knstler bei der Kunstausstellung

Luis Emin Aksoy (Berlin), *1979 in Augsburg

Emin Aksoy ist in Augsburg geboren und lebt heute als Künstler und Designer in Berlin. In den letzten Jahren war er künstlerisch in den verschiedensten Bereichen aktiv: Als Schauspieler und Regisseur, als Deaf-Poetry Slamer usw. und schließlich auch als Kunstschaffender. Seit 2010 entwirft er Skulpturen, hauptsächlich aus Gips und anderen Materialien (Holz, Stoff usw.), und er malt Bilder in Acryl. Seinen Kunststil bezeichnet er als „Soul Arts“ und „Wirkungsbild“, das heißt seine Kunst ist stark expressiv und geprägt von seinen Emotionen und Gedanken.

 

Robert Bisl (München), *1958 in Erding

Nach dem Besuch der Gehörlosenschule in München absolvierte Robert Bisl eine Ausbildung zum Schlosser und arbeitete danach als Kunstschlosser. In seiner Freizeit widmete er sich dem Metalldesign. Er begann mit großer Kreativität und Hingabe Objekte und Skulpturen aus einfachen Baumaterialien, Resten und Abfallstücken zu entwerfen. 1995 wurden seine Kunstwerke beim XII. Weltkongress der Gehörlosen in Wien mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Robert Bisl versucht darüber hinaus seine Kunst mit der Idee des Wohnens zu verknüpfen. Dabei entstehen Objekte und Skulpturen, die in einem Wohnraum ihren Platz finden können, verbunden mit ungewöhnlichen Materialien wie Edelstahl oder Messing.

 

Dieter Fricke (Flörsheim am Main), * 1943 in Borken bei Kassel

Der ausgebildete technische Zeichner begann 1966 als Autodidakt seine künstlerische Arbeit mit Landschaftsmalereien und Stillleben. Nach mehrjährigem Fernstudium an der Famous Artists School International fand Dieter Fricke auch einen Zugang zur expressionistischen und abstrakten Malerei. Er beschäftigt sich u.a mit Fotokunst, Keramikarbeiten, Video und Monotypie-Technikarbeiten. Oft sind seine Arbeiten angelehnt an den Bewegungsfluss der Hände eines Menschen beim Gebärden von Wörtern und Sätzen. Stets spiegeln seine Werke eine Auseinandersetzung mit den Themen aus der Welt der Gehörlosen wieder. Seine Kunst ist damit auch eine Möglichkeit für Hörende, einen Zugang zu den Erfahrungen und Erlebnissen Gehörloser zu erhalten.  Es sind zahlreiche Buch- und Filmveröffentlichungen über seine Werke erschienen. 2008 erhielt er vom Deutschen Gehörlosen-Bund den Kulturpreis.

 

Jürgen Klein (Koblenz), *1959 in Trier

Jürgen Klein ist von Beruf Feinmechaniker. Seine ersten künstlerischen Erfahrungen sammelte er beim CNC-Kurs in der Gehörlosenschule Frankenthal, es folgten zahlreiche VHS-Kurse, bis er sich schließlich in den 90er Jahren vom amerikanischen Pop-Art- Künstler Keith Haring inspirieren ließ und begann, das Thema „Gebärdensprache“ künstlerisch umzusetzen. Auch die Werke von Andy Warhol und Niki de Saint Phalle zählen zu seinen künstlerischen Inspirationsquellen. So entstanden zahlreiche farbenfrohe Kunstwerke in Verbindung mit Figuren in Bewegung. Ein Werk setzt zum Beispiel die einzelnen Buchstaben des Fingeralphabets mittels Figuren um, im Stil eines Popart-Alphabets. Auch in Skulpturen und Leuchttafeln setzt er sein zentrales Thema „Körper in Bewegung“ ausdrucksstark um. In den letzten Jahren begann er, seine Werke zu fotografieren und im Sinne einer „PhotoArt“ neu darzustellen.

 

Sophia Mushold (Berlin), *1990 in Berlin

Sophie Mushold, geboren und aufgewachsen in Berlin, ist gelernte Mediengestalterin und arbeitet zurzeit bei Sinneswandel als Betreuungsassistentin. Ihr großer Traum ist es, ihr Hobby zum Beruf zu machen und Künstlerin zu werden. Diesem Wunschtraum kommt sie bald näher: Als erste Gehörlose erhielt sie einen Platz an der Akademie für Illustration und Design in Berlin und kann dort im Oktober 2018 ihr Studium beginnen. Besonders hingezogen fühlt sie sich zu Mangas, da dieser Darstellungsstil in ihren Augen so vielschichtig und vielseitig ist. Ihr Wunsch ist es, dass taube Menschen ihre Kunst verstehen und erkennen, welche Botschaft sie mit ihren Bildern vermitteln will.

 

Barbara Ringwelski (Welver), * 1980 in Janow Lubelski (Polen)

Barbara Ringwelski besuchte die Gehörlosenschule in Lublin/Polen und erlernte in Krakau den Beruf der Schneiderin. In dieser Zeit begegnete sie einer Kunstlehrerin und konnte ihre künstlerische Gabe, von der ihre Familie schon lange wusste, ausleben. Sie nahm an einem Malwettbewerb der Stadt Krakau teil und gewann. 2006 zog sie nach Deutschland um, heiratete und bekam einen Sohn. 2010 begann sie sich wieder verstärkt ihrer Kunst zu widmen. Eine erste Vernissage ihrer Kunstwerke fand 2017 in Düsseldorf (Graf -Recke -Stiftung) statt. Das Spiel mit Farben und Formen ist es, was sie begeistert.

 

Valentin Walter (Wiesbaden), *1977 in Karaganda (Kasachstan)

Valentin Walter wuchs in Kasachstan auf. Da seine Mutter bildende Kunst studiert hatte, war er von klein auf mit Kunst umgeben und lernte schon früh die verschiedensten Maltechniken. 1994 kam er nach Deutschland, erlernte 1997 den Beruf des Holzbildhauers und arbeitet seitdem als Holzbildhauer in verschiedenen Restaurationsprojekten und erbringt Auftragsarbeiten. Für Valentin Walter ist die Bildhauerei ein Instrument der Erkenntnis und eine Möglichkeit, sich mit der Bedeutung und den Tiefen des Lebendes auseinander zu setzen. Er ist fasziniert von Holz als Material. Seine Werke stellen eine Verbindung von abstraktem und figurativem Ausdruck dar. Walter sieht seine Kunstwerke dann als „gelungen“ an, wenn es die Phantasie des Betrachters anregt und jeder etwas anderes in seinen Werken erkennt.